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Projektarchiv | Schulprojekt

Odyssee, Eine mythische Reise durch die Schulgeschichte

„Wir sind cool wir sind cool wir sind mega mega cool aber du, aber du bist es nicht!“ Mit diesem Sprechchor nähern sich die Provos tanzend der Schülergruppe mit den Markenklamotten, Handys und Walkman. In den Konflikt geraten Mitschüler und Lehrer. Ganz wie beim sagenhaften König Helios wird auch hier ein Grundgebot übertreten und die Strafe folgt auf dem Fuß…

Werden die raffgierigen Spinnen ihre Beute wieder hergeben? Die Turnhalle wird Schauplatz einer Konfrontation mit dem Tod in der ausgedörrten Landschaft eines Wüstenlandes. Die Zuschauer erleben mit den Spinnenmenschen auf einer Schattenspielleinwand das Drama von Dürre und Tod. Eine gemeinsame Reise in den Hades, die tatsächlich eine Änderung bewirkt: Die Beutemacher beginnen zu teilen!
Szenen aus der Übertragung der Abenteuer des Odysseus auf die Alltagssituationen einer Schule quer durch die letzten zwanzig Jahre. Erarbeitet wurde diese Szenenfolge von Künstlern, Pädagogen und den SchülerInnen der Orientierungsstufe des SZ Willakedamm in Bremen-Huchting.In zwei Fortbildungsveranstaltungen und vielen Treffen von Theaterleuten und Pädagogen entwickelte sich aus der mythischen Vorlage die Dramaturgie der Schulfassung. Musiker, Tänzerin und die Theaterleute vom Team von QUARTIER verdichteten die Entwürfe zu einer Endfassung, die nach einer turbulenten Generalprobe ihre Aufführung mit Schauplätzen auf dem gesamten Schulgelände beim vierzigjährigen Schulgeburtstag erlebte.

Projektzeitraum: ca. 2 Wochen (inkl. Lehrerfortbildung)
Beteiligte KünstlerInnen: Frank Bobran, Hermann Book, Michael Carlberg, Claudia Hanfgarn, Marcel Pouplier, Uta Siara,
Projektleitung: Marcel Pouplier

Projektarchiv | Theaterprojekt

Odyssee

Labyrinthische Schulgebäude, Räume und Flure verwandeln sich in exotische Inselwelten oder Paläste. Neunzig Minuten lang durchstreift der antike und doch moderne Odysseus eine zeitlose Welt voller Verlockungen, Gefahren und jäher Schicksalsschläge und nimmt das Publikum als Passagiere mit. Die Zuschauer werden selbst zu Reisenden, steigen in die Unterwelt des Hades, werden von den Sirenen angelockt oder der Zauberin Circe verführt.
Die Odyssee, einst von Homer aufgeschrieben und seither in vielfältigen Formen neu erzählt, ist eine der ältesten Mythen über die Irrungen und Wirrungen des menschlichen Lebens. Das Werk Homers in der Neu- Erzählung von Christoph Martin war die Grundlage dieses Theaterprojektes. Die beteiligten Gruppen haben sich jeweils eine Station der Irrfahrt des Odysseus ausgesucht und diese in ihrer ganz speziellen Eigenart und Ästhetik bearbeitet. Das Publikum erwartet eine Reise aus Theaterbildern, HipHop-Musik, schwarzem Theater und Performance.

Projektzeitraum:
Beteiligte KünstlerInnen: Michael Carlberg (Musik), Stefan Berthold (Bühne), Uta Siara (Kostüm), Franko Fehr (Technik), Schultheater Arbeitsgemeinschaften, Theater-Werstätten, Tanzgruppen
Projektleitung: Quartier   Regie: Frank Bobran