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Förderung /


Das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung.“ wurde seit Januar 2018 aufgestockt und ging mit 30 Projektskizzen von Verbänden und Initiativen in eine zweite Runde. Lokale Akteure können sich um Fördermittel bewerben. Die gesamte Bandbreite der kulturellen Bildung wird gefördert – von der Alltagskultur über die Digitalen Medien, die Literatur und die Musik bis hin zum Theater und Zirkus. Auch die Angebotsformate sind vielfältig: Schnuppertage, Wochen- und Halbjahreskurse, Ferienfreizeiten oder Workshops – fast alles ist möglich. Die Angebote richten sich an Kinder und Jugendliche von drei bis 18 Jahren und ermöglichen ihnen bessere Bildungschancen und kulturelle Teilhabe. Auch ab 2018 gilt: Zielgruppe der Bildungsangebote sind 3- bis 18-jährige Kinder und Jugendliche, die in Verhältnissen leben, die den Zugang zur Bildung erschweren. Die Angebote sind außerschulisch und werden von Bündnissen mit mindestens drei lokalen Partnern durchgeführt.

Das Programm wird von 30 Programmpartnern, bundesweit tätigen Förderern und Initiativen, umgesetzt. Förderer leiten auf Antrag Fördermittel an lokale Akteure für die Durchführung von Projekten weiter. Initiativen sind immer Teil der Bündnisse für Bildung und führen die lokalen Projekte selbst durch. Die Programmpartner verfügen über Erfahrungen und umfangreiches Wissen in kultureller Bildung sowie Kinder- und Jugendarbeit – damit sichern sie die Qualität der Angebote.

Neben den Förderern nehmen auch länderübergreifende Initiativen am Programm teil. Sie leiten allerdings keine Mittel weiter, sondern bilden selbst lokale Bündnisse für Bildung. Eine Bewerbung um Fördermittel ist daher bei Initiativen nicht möglich, wohl aber eine Kooperation mit ihnen als Bündnispartner.

Förderbedingungen
Für alle Verbands- und Initiativenkonzepte gelten folgende grundsätzlichen Bedingungen, welche durch die jeweiligen Profile der Verbände und Initiativen konkretisiert werden:

  • Die Projekte richten sich an Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren.
  • Die Projekte richten sich vornehmlich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche.
  • Die Projekte werden auf lokaler Ebene in Bündnissen mit mindestens drei Akteuren durchgeführt.
  • Die Projekte werden im außerunterrichtlichen Bereich durchgeführt; Schulen und auch Kitas können jedoch Kooperationspartner sein. Förderfähige Angebote kultureller Bildung müssen vom Schulunterricht praktisch handhabbar abgegrenzt werden. Ebenso können Angebote in enger Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten, Kindergärten oder Horten stattfinden. Das reguläre Betreuungsangebot dieser Einrichtungen darf davon nicht beeinflusst werden und die Projekte daher klar abgegrenzt sein.
  • Förderfähig sind Sach- und Honorarkosten, daher wird kein hauptamtliches Personal auf lokaler Ebene finanziert – die Einbeziehung von freiwilligem Engagement ist ausdrücklich erwünscht.
  • Zu förderungswürdigen Projekten auf lokaler Ebene können beispielsweise gehören: Kurse, Seminare und Veranstaltungen (einmalig oder regelmäßig), Kinder- und Jugendfreizeiten, Ferienakademien (mehrtägig), Patenschafts- und Mentorenprogramme.

Über das Kumasta-Antragssystem können lokale Bündnisse Anträge stellen zur Förderung von Bildungsangeboten. Um die Bündnisse zu entlasten, wurde das Förderverfahren vereinfacht und beschleunigt. Die Details zur Antragsstellung und Förderung finden Sie in den jeweiligen Konzepten der Programmpartner.

Neuerungen in der 2. Förderphase
Prinzipiell wurden mit Beginn der zweiten Förderphase folgende Vereinfachungen ermöglicht:
Vereinfachte Planung

  • bedarfsgerechte Formate: standardisiert, wo möglich – flexibel, wo nötig
  • verbesserte Unterstützungsangebote

Vereinfachte Antragstellung

  • Kumasta (neugestaltetes, schlankeres Antragsystem): intuitiv und nutzerfreundlich
  • vereinfachte Kalkulation durch mehr und höhere Pauschalen, z. B. für Verpflegung oder für Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche

Vereinfachte Abrechnung

  • als Nachweis für Pauschalen genügen Teilnahmelisten
  • erhöhte Honorare umfassen z.B. Fahrtkosten, KSK etc.

Die Vereinfachungen werden jedoch von den Programmpartnern in unterschiedlicher Ausprägung umgesetzt. D.h., sie gelten nicht alle in gleichem Maße für jedes Förderangebot.

Bündnisse für Bildung
Bündnisse für Bildung bestehen aus mindestens drei Einrichtungen oder Vereinen, die sich in der kulturellen Bildung benachteiligter Kinder und Jugendlicher engagieren wollen. Die Bündnisse finden im Sozialraum statt, dort, wo die Kinder und Jugendlichen leben und zur Schule gehen. Die Bündnisse bieten etwa Workshops, Kurse oder Ferienfreizeiten an, dabei steht die gesamte Bandbreite der kulturellen Bildung offen – von der Alltagskultur über die Literatur und die Musik bis hin zum Theater und Zirkus. Als lokaler Akteur setzen Sie Ihr Projekt gemeinsam mit Ihren Bündnispartnern um, die Partner bringen unterschiedliche Kompetenzen und Perspektiven ein.

So wird gefördert
Wenn sich geeignete Partner zu einem Bündnis zusammengefunden haben, stellt der federführende Bündnispartner einen Antrag bei einem der 24 Förderer. Gefördert werden Ausgaben, die bei der Durchführung der Bildungsangebote entstehen, das heißt Honorare oder Sachmittel – bis zu 100 Prozent der entstehenden und förderfähigen Ausgaben. Für die Durchführung eines Projektes kann außerdem eine Verwaltungspauschale beantragt werden. Das Bündnis selbst, das heißt Ausgaben für Personal oder Infrastruktur oder auch für Treffen der Bündnispartner, wird nicht gefördert.

Hier erhalten Sie einen Überblick über alle Förderer und Initiativen, Informationen zur Förderung der Bildungsangebote und zu den Voraussetzungen für eine Förderung.

Die Schritte zum Bündnis für Bildung im Überblick:

  • Bündnispartner finden (mindestens drei Partner)
  • passenden Förderer finden
  • Antrag stellen
  • Bewilligung des Antrags
  • Bildungsangebote durchführen

Lokale Akteure, die in einem Bündnis mitarbeiten wollen, aber vor Ort noch kein Bündnis eingegangen sind, können sich bei Förderern wie Initiativen über Möglichkeiten der Kooperation informieren.

Die Bündnisse für Bildung sollen nachhaltig wirken
Mit den Bündnissen für Bildung entwickeln sich Netzwerke vor Ort, die auch langfristig in der Förderung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher wirksam bleiben und zu einer Ausweitung zivilgesellschaftlichen Engagements beitragen sollen. Um Bündnisakteure bei der Vernetzung vor Ort zu unterstützen, stellt das BMBF Angebote bereit.
Anregungen zur Bündnisbildung und zur Arbeit im Bündnis erhalten Sie hier. Antrag stellen

In „Kultur macht stark“ gibt es 24 Förderer, die Projekte in allen Bereichen der kulturellen Bildung fördern – von Tanz und Theater über digitale Spielekultur und Film bis hin zu Museum und Zirkus. Um Fördermittel zu beantragen, wird zunächst ein Förderer gesucht, der zur eigenen Projektidee passt. Hier können Sie über eine Suche nach Thema oder Altersgruppe passende Fördermöglichkeiten finden.
Haben Sie ein geeignetes Angebot gefunden, können Sie bei dem entsprechenden Förderer einen Antrag stellen. Hierbei sind die von den Förderern formulierten Anforderungen an die lokalen Bündnisse zu beachten. Die Entscheidung, ob ein Bündnis für die Durchführung des geplanten Projektes Fördermittel erhält, trifft der jeweilige Förderer.

Hier geht es zur Antragstellung.


Dieser Artikel wurde von Karin Scharfenort veröffentlicht.
Kategorie(n): Beratungsstelle Kultur macht stark, Förderung Zu den Lesezeichen hinzufügen.