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Fachtag „Digitalisierung und Kulturelle Bildung“ /

Den Kulturwandel verstehen lernen.

Am 11. Februar 2020 fand die siebte zentrale Fortbildung im Landesprogramm „Kreativpotentiale Bremen“ statt. Organisiert wurde er vom Landesinstitut für Schule, der Bildungsbehörde und Quartier gGmbH.

Mit der Frage „Wie kreativ digital sind wir in der Schule?“ eröffneten Britta Düsterhoff, Leiterin der Makemedia Studios, den Fachtag „Digitalisierung und Kulturelle Bildung“. Und sie erhielt auch prompt Antworten von den rund 80 Pädagog*innen und Künstler*innen, die zum Fachtag ins Landesinstitut für Schule gekommen waren: Diese konnten ihren Umgang mit digitalen Medien in der Schule gleich online per Smartphone angeben. Die Ergebnisse wurden zeitgleich digital präsentiert, dank eines speziellen Tools, auf das die Teilnehmenden mittels Smartphone zugriffen.

Die Herausforderung, dass jede Bremer Schule ein Medienkonzept entwickeln soll, um vom Digitalpakt zu profitieren, war Anlass, beim Fachtag darüber nachzudenken, welche digitalen Werkzeuge und Formate pädagogisch sinnvoll in der Schule eingesetzt werden können. Wie können mithilfe digitaler Medien Kreativität und individuelle Lernprozesse gefördert und multiperspektivische Zugänge zu den Lerninhalten gestaltet werden? Was können gerade die Künste dazu beitragen und welchen Einfluss auf eine ästhetische Bildung hat dies?

In das Thema und in neueste Forschungsergebnisse führte die Pädagogin und Bildungsforscherin Dr. Lisa Unterberg von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ein. Sie hob hervor, dass es nicht nur darum gehe, den Umgang mit technischen Geräten zu lernen, sondern zu verstehen, dass sich reale und virtuelle Welten zunehmend verschränkten. Für viele Jugendliche gehöre der Umgang mit Apps, Lernvideos und Videoplattformen im Internet ebenso zum Alltag wie die Präsenz in sozialen Netzwerken.

In fünf Workshops stellten Referent*innen aus verschiedenen Bundesländern Programme und Apps vor, die u. a. für digitale Produkte wie Podcasts, Musikkompositionen, Fotostories oder im Bereich Creative Gaming und im Kunstunterricht bei der Aufbereitung von Unterrichtsthemen und Projekten sinnvoll eingesetzt werden können. Gerade in der kulturellen Bildung ist der digitale Wandel nutzbar, denn er eröffnet den Raum für neue Wahrnehmungs-, Darstellungs-  und Kommunikationsformen. Gleichzeitig können ästhetische Zugänge die Reflexion über die durch die Digitalisierung ausgelösten Veränderungen erweitern.

Mit diesem Paket an theoretischem und praktischem Input bekamen die Teilnehmer*innen viel Inspiration für mehr schulische kulturelle Bildung in digitalen Formaten.

Fotos: Jan Meier


Dieser Artikel wurde von Karin Scharfenort veröffentlicht.
Kategorie(n): Phase II, Fortbildung II, Kreativpotentiale Bremen | Tag(s):
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