Projekte 1988 - Heute

»Der Kern unserer Projekte ist, dass wir Menschen die Möglichkeit geben, ihre Umwelt zu gestalten.«


Was wir treiben /

Sie möchten wissen, in welchen Projekten wir uns engagieren? Hier finden Sie alle Projekte seit 1988 im Überblick.


08.08.1994

1994 | Eine Nacht auf der Titanic

„Guten Abend, meine Damen und Herren, willkommen an Bord der Titanic! Ich hoffe, Sie haben sich in der Zwischenzeit mit den maritimen Gepflogenheiten vertraut gemacht und fühlen sich wohl auf unserem Schiff. Nun, da uns nur noch das atlantische Wasser umgibt, ist es Zeit, Sie mit exklusiver Unterhaltung zu verwöhnen. Namhafte Künstler und Künstlerinnen präsentieren heute Abend ein erlesenes und abwechslungsreiches Repertoire… “ Wie sich die versammelte Spiellust eines Stadtteils in einer Theaterproduktion zusammenfinden kann, bewies 1994 eindrucksvoll „Die Nacht auf der Titanic“. Um die oft von einander isoliert arbeitenden Kulturgruppen des Stadtteils zusammenzubringen, wurde dieses Thema unter der Federführung von Quartier e.V. in Angriff genommen: Kaum ein Mensch, der nicht vom Mythos „Titanic“ beeindruckt, berührt oder gefesselt ist und dem nicht sogleich Parallelen zum modernen Zeitgeist einfallen. Die Inszenierung bot den Teilnehmenden auf beiden Seiten der „Rampe“ viel Raum […]

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09.02.1994

Die Reise nach Freiland

Schulprojekt Eine Reise ist nicht wie die andere. Es gibt Abenteuerreisen, langweilige Reisen, sogar traurige Reisen. Manche muß man zu Fuß zurücklegen, andere genießt man vom Fenster eines Zuges aus oder an Bord eines Schiffes. Wir haben mit den Kindern aus der Alfred-Faust-Schule „Die Reise nach Freiland“ unternommen. Als einziges Verkehrsmittel hatten wir die Phantasie, als einzigen Treibstoff die Neugier und den Spaß. Keine Zensur, kein kritisches Urteil lauerten um die Ecke, jede Furcht, sich zu blamieren war unbegründet. Wer in sich keine Neigung zum Dichten entdeckte, hatte die Gelegenheit, ein Bild zu malen, eine kleine pantomimische Etüde vorzuführen oder einfach zu erzählen, was ihm gerade einfiel. An Themen fehlte es nicht: Träume, erfüllte und geheime Wünsche, phantastische Geschichten, Erinnerungen, Witze, Märchen. Manchmal griffen die Kinder nach einem Bleistift, ein andermal nach dem Mikrofon, um sich schneller ausrücken zu können. […]

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02.08.1992

1992/93/95 | Don Quichote

  Don Quichote – Ein Stadtteil steht Kopf – oder wie kommt Don Quichote in die Vorstädte? Die große Halle ist düster, die laute Musik ebenso. Vermummte Gestalten stehen im Kreis, während der Chor sein „Agnus Dei“ anstimmt. Mit dieser tiefschwarzen Szene begann die Aufführung von „Don Quichote“ in einer Großturnhalle am Rande Bremens. Akrobaten, Tänzer, Chöre, Rockmusik, Exotisches und Altvorderes wurden verwoben zu einem Ganzen, ohne dass der Spielfaden verlorenging, mit dem der Weg Don Quichotes und seines treuen Helfershelfer Sancho Pansa nach gezeichnet wurde. Eine Quelle der Situationskomik bildete das Einbrechen der Gegenwart in den historischen Stoff. Des Ritters Angebetete Dulzinea wird hier zur blonden Schönheit im Glitzerlook, von Harfenmusik begleitet. Vor der Kneipe, die Don Quichote für seine Burg hält, sorgt ein Akkordeonspieler mit Schiffermütze für Stimmung. Beim anschließenden Fest in Barcelona sind Flamencotänzerinnen und Akrobaten ebenso […]

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01.08.1992

1992 | Sommerbühne

Ein bunter Sonntagnachmittag unter freiem Himmel Im Sommer 1991 beschlossen einige Bewohner des Bremer Ortsteils Kattenturm die Durchführung mehrerer Sonntagnachmittagsveranstaltungen unter freiem Himmel, um ihr mit Freizeit- und Kulturangeboten nicht gerade gesegnetes Wohnquartier lebendiger und bunter zu machen. Unterstützt von MitarbeiterInnen sozialer und kultureller Einrichtungen entwickelten sie das Konzept der Sommerbühne, dessen Ziel es war: • ein offenes Angebot für möglichst viele Bevölkerungsgruppen zu schaffen • nicht nur eine Programmform zu nutzen, sondern auf dem breiten Spektrum von Kunst, Kultur, Artistik, Spiel usw. jeweils mehrere Elemente von kurzer Dauer zusammenbringen • die Bühnendarbietungen so zu gestalten, daß sie attraktiv sind, aber den Treffpunkt- und Begegnungscharakter der Veranstaltung nicht drücken • den vielen kleinen und großen Künstlern, Vereinen und Initiativen des Stadtteils Aktionsmöglichkeiten zu bieten die selbstverständliche Begegnung unterschiedlicher Kulturen zu fördern • Gelegenheiten für Bewohner zu schaffen, sich Räume und […]

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16.07.1992

1992-99 | La Strada

Straßenkünstlerfestival in Kattenturm Die „Tante aus der Delmestraße“ begrüßte das Publikum und probte auch gleich die „Welle“ und drei verschiedene Klatscharten. Danach machte Tante Luise vom preisgekrönten Bremer Akrobatik- und Comedyduo „Get A Grip“ die Bühne frei für die von nah und fern angereisten Zirkusartisten, die sich um den goldenen Bremer Pflasterstein bewarben. Ob Bälle, Keulen oder Feuerfackeln – kein Ding, das sich nicht durch die Luft wirbeln ließe, um einen kunstvollen Reigen der Schwerelosigkeit in Szenen zu setzen. Selbst ein Bocksprung, so bewies eine Jongleurgruppe, konnte den reibungslosen Austausch von Keulen untereinander nicht stören. Akrobaten zeigten, zu welch kunstvollen Balanceakten das Werben zweier Männer um eine Frau führen kann: sehr spritzig und mit clownesken Einlagen, die vergessen ließen, wieviel Kraft und Körperbeherrschung der Bau einer menschlichen Pyramide verlangt. Inzwischen hat eine quartiertypische Entwicklung vom Stadtteilprojekt zur stadtweiten Veranstaltung eingesetzt. […]

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08.01.1992

1992-99 | Mukona

Eine kleine Geschichte der Welt gespielt von einer ganzen Schule: Das war der Inhalt des Theaterprojektes MUKONA. Beim Spiel von Feuer Wasser Erde und Luft in grauer Vorzeit geht es harmonisch zu. Die Schaffung der Urmenschen und ihre Abenteuer bringt dann Aufruhr und Unruhe in die Szene. Erst recht verblüffen die „modernen Menschen“. Vier Tage wurde unter Anleitung in den zu Theaterwerkstätten umfunktionierten Klassenräumen geprobt und gewerkt. Requisite, Kostüme, die Maske und der letzte Schliff für den Auftritt entstehen unter ständig zunehmendem Druck, denn die Generalprobe rückt näher – ganz wie im „richtigen“ Theater. Zwischendurch zeigen die einzelnen Klassen den kritischen Augen des Regisseurs ihren Arbeitsstand und proben die Gänge und Aktionen zusammen mit anderen Klassen in der Turnhalle. Dann offenbart die Generalprobe den Akteuren den ganzen Umfang und die Dramatik des Spiels. Beifall für die Helden und Heldinnen, Buhrufe […]

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08.01.1992

1992/93 | Musikspektakel

Lauter Blech, lauter Musik, lauter Leute An einem schattigen Plätzchen intonieren Waldbläser die „Wachtel−Fanfare“, 100 Meter weiter schmettert die Chorgruppe Ropers extra für den SV Werder vor einem Hochhaus „So ein Tag, so wunderschön wie heute“. Wieder einige hundert Meter entfernt, auf dem Dach eines Supermarktes, interpretieren sechs Bläser der Musikschule hinreissend die alte Beatles-Nummer „Good Day Sunshine“. An acht Stationen links und rechts des Weges vom Gemeinschaftszentrum Stichnathstrasse erklang klassische und moderne Chormusik (Buchtstrassenchor und Chorgruppe Ropers), intonierte ein Posaunenchor (Abrahamgemeinde) geistliche Choräle, sorgten die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätten Stichnath− und Wischmannstrasse mit ihrer Sambagruppe für Beifallsstürme. Rock der Gruppe „Mothercake“, die Bremer Jagdhornbläser und die Blechbläser der Musikschule säumten den Weg. Zunächst waren nur wenige, die sich der bunten Reise anschlossen. Das änderte sich bald − dank „Lauter Blech“. Dieses vortreffliche Blechbläserensemble zog die Kattentürmer massenhaft an. […]

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08.08.1991

1991 | Mosaik

Werkstätten, in denen KünstlerInnen mit anderen Menschen zusammenarbeiten, die in Beruf und Alltag kaum Gelegenheit finden, ihre Gestaltungsfähigkeit zu erleben, bieten Orte des produktiven Handelns, des Dialogs und des Lernens voneinander. Die große Halle des Geräteschuppens Vegesack verwandelte sich 1991 für zwei Monate zu einem solchen Atelier- und Begegnungsraum. Zwischen dem Wohngebiet Grohner Düne, einem typischen Produkt des Sozialen Wohnungsbaus der 70er Jahre, und dem alten Vegesack mit seinen gewachsenen Strukturen gelegen, bot diese leerstehende Halle (70 m lang, 11 m breit, 10 m hoch, kein Wasser, keine Heizung, kein Licht, aber ein Stromanschluß) einen unwirtlichen und doch idealen Ort für das Vorhaben. Am Anfang stand nur ein umfangreiches Materiallager: Fliesen, Glas, Stein, Porzellanscherben. Nach und nach nutzten während zweier Monate bis zu 140 Menschen im Alter zwischen 4 und 73 Jahren aus der Nachbarschaft das Angebot, unter künstlerischer Anleitung […]

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08.11.1990

1990 | Fliegende Händler und fahrendes Volk

  Historischer Jahrmarkt Während des ‚Internationalen Bremer Sommers‘ 1990 besaß Bremen – wieder einmal! – eine richtige Stadtmauer und ein Stadttor! Zwischen Rathaus und Dom auf dem ‚Grasmarkt‘ war dahinter ein buntes Treiben zu beobachten: Barbiere, Moritatensänger, Schmiede, Weber, Spielzeugbauer, ja, selbst der Wunderdoktor Doolittle hatten ihre Stände aufgebaut, um allerlei Volk zu belustigen und ihm ihre Waren feilzubieten. Daß diese alle Kinder waren, war erst zu entdecken, nachdem die Menschenmengen der Erwachsenen durchkämpft waren. Denn dieser Jahrmarkt war von Kindern für Kinder gedacht, und Kaspertheater, Geister-Spukschloß, Ritterspiele und der fahrende Zirkus ‚Lüsseli‘ waren das Ergebnis monatelanger Vorbereitung der Bremer Spielhäuser! So geschah es, daß auf der Turnierbahn der ‚Blaue‘ und der „Schwarze’“ Ritter mit ihren prächtigen Papprossen ihre schauerliche Kampfeskunst zeigten, und um ihre Burgfräulein warben. Der steinerne Roland auf dem Bremer Marktplatz war der einzige, der bei dem […]

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08.11.1988

1988-93 | Kulturflohmarkt

Tanz, Akrobatik, Zauber, Musik, Theater… inmitten der Hochhausburg im Stadtteil Osterholz – Tenever am Rande Bremens findet während der Sommermonate immer wieder ein reges Treiben statt. Bereits seit 1989 wird der ‚Kulturflohmarkt‘ veranstaltet und bietet neben An- und Verkauf von Waren aller Art ein unterhaltsames Ambiente. Kulturelle Leckerbissen von Künstlern aus dem Stadtteil und ‚Umzu‘ geboten: Ob Bauchtanz, Feuerschlucker, türkische Saßmusik, Stelzenläufer oder Steptanz – für alle großen und kleinen Besucher ist etwas dabei! Und für das kulinarische Wohl sorgt das ‚MÜZE – Café‘ mit selbstgebackenem Kuchen und anderen Köstlichkeiten.. Kulturflohmarkt HB-Osterholz-Tenever: jeweils einmal monatlich am ersten Sonnabend, in den Sommermonaten; keine Standgebühr; bei Regen findet die Veranstaltung im überdachten Einkaufszentrum statt. Veranstalter: QUARTIER in Tenever – in Kooperation mit dem ‚Mütterzentrum HB-Tenever‘ und weiteren Einrichtungen im Stadtteil In den Jahren 1988 bis 1992 1988 Veranstalter Künstler Kulturbüro Tenever, Haus […]

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