Kinderkulturprojekte

»Kindern Gestaltungshoheit geben«


Jedes Jahr animiert QUARTIER Kinder und Jugendliche aus allen Teilen der Stadt zu einer Reise in „kinderkulturelles“ Neuland. Die stadtweiten Kinderkultur-Projekt sind seit langer Zeit ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Bremen. Die künstlerischen Ergebnisse werden in eindrucksvollen und überregional wahrgenommenen Ausstellungen präsentiert.


06.11.2005

2005 | Stadt Bilder Stadt

  Gelb für die Sonne über Bremen Grasgrün für meinen Spielplatz Ziegelrot für das Haus, in dem ich wohne Lakritzschwarz für die Strasse auf meinem Schulweg und Himmelblau für mein neues Fahrrad. Das Projekt „Stadtbilder – Bilderstadt“ bestand aus drei Phasen: Beobachten – Gestalten – Verändern. Das Umherstreifen im Quartier und Erkundung des Raumes führten zu einer neuen Sicht des Wohnumfeldes. Bekannte Orte und neu entstehende Räume wurden bewusst betrachtet: Was gibt es hier? Was nehme ich wahr? Wie sehe ich meinen Stadtteil? Gemeinsam mit Künstlern und Pädagogen wurde der Stadtteil erkundet und skizziert, fotografiert, gefilmt, gemalt, nach-gebaut. Ziel war die Einmischung in die Stadtplanung durch die Kinder. Die gesammelten und dokumentierten Eindrücke und Untersuchungen wurden vor Ort weiterentwickelt, gestaltet und in Form von in klassischer Malerei als „Stadtbilder“ bearbeitet. Die enstandenen Werke wurden in den Stadtteilen als Werkschau und […]

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07.12.2003

2003 | Goldene Göre für „Lichtblicke“

Das Deutsche Kinderhilfswerk vergab 2003 erstmalig die „Goldene Göre“, den Preis für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Gestaltung ihrer Lebenswelt. Die feierliche Preisverleihung fand am 9. November 2003 im Tipi in Berlin statt. QUARTIER wurde in der Kategorie Kinderkultur für das Projekt „Lichtblicke“ ausgezeichnet. Kinder und Erwachsene sind begeistert von Feuerwerken, dem Lichtermeer eines Jahrmarkts, dem Sternenhimmel oder dem bunten Flackern einer selbst gebauten Laterne. Licht fasziniert und beeinflusst. Im Projekt Lichtblicke haben viele Beteiligte das magische Material Licht sinnlich neu entdeckt und in eine Form gebracht. Mit der Unterstützung von Künstlern und Künstlerinnen wurden die atmosphärischen Möglichkeiten erprobt und gemeinsam Lichtkunstwerke und Lichtinstallationen entwickelt. Ob Kerzenflamme oder Großprojektion, die Ideen der Beteiligten leuchten wunderbar und konfrontierten an verschiedenen alltäglichen Präsentationsorten mit vielen strahlenden Phantasiebausteinen.

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06.11.2002

2002 | Lichtblicke

Werkstätten in Bremen und Bremerhaven Kinder und Erwachsene sind begeistert von Feuerwerken, dem Lichtermeer eines Jahrmarkts, dem Sternenhimmel oder dem bunten Flackern einer selbst gebauten Laterne. Licht fasziniert und beeinflusst. Im Projekt Lichtblicke haben viele Beteiligte das magische Material Licht sinnlich neu entdeckt und in eine Form gebracht. Mit der Unterstützung von Künstlern und Künstlerinnen wurden die atmosphärischen Möglichkeiten erprobt und gemeinsam Lichtkunstwerke und Lichtinstallationen entwickelt. Ob Kerzenflamme oder Großprojektion, die Ideen der Beteiligten leuchten wunderbar und konfrontierten an verschiedenen alltäglichen Präsentationsorten mit vielen strahlenden Phantasiebausteinen. Projektzeitraum: 6. Juni − 5. Dezember 2002 Beteiligte Künstler: Pago Balke, Benjamin Beßlich, Nikola Blaskovic, Ingeborg Dammann-Arndt, Silvia Dierks, Heide Duwe, Mathias Eckart, Werner Fröning, Waldemar Grazewics, Helga Hartz, Sabine Heddinga, Dorit Hillebrecht, Constantin Jaxy, Bärbel Kock, Angela Kolter, Mathias Kopka, Hannah Kotrc, Susanne Laufer, Andrea Lühmann, Dirk Lüllich, Michael Lund, Hervé Maillet, Claus […]

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06.10.2001

2001 | Sachen Machen

Sachen machen Kinder und Jugendliche als Designer Ein Pyramidensofa, ein Fingerhutring, eine Kaffeekanne mit Fischkopf, ein lila Lampenschirm mit grünen Storchenbeinen – ist das schön und nützlich? 500 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 20 Jahren aus Bremen und Bremerhavenen beschäftigten sich im Sommer 2001 mit der Gestaltung von Alltagsdingen. Bei der Umsetzung der Ideen standen ihnen Designer und Künstler zur Seite und halfen, die Erfahrungen und Phantasien in Produkte zu verwandeln. In kreativen Werkstätten wurde über Funktion und Form der Dinge nachgedacht. Aus diversen Materialien wurden Modelle hergestellt und erste Prototypen in Realgröße gebaut. Die Gruppen wählten ihre Themen selbst: Leuchtobjekte, Schlafgelegenheiten, Türgriffe, Bilderrahmen, Handtaschen, Möbel, Toiletten, Trinkgefäße, Roboter, Knöpfe und vieles mehr gestalteten die Kinder neu. Das Focke Museum, das Übersee Museum und die Kunsthalle Bremen beteiligten sich mit eigenen Mitmachangeboten zum Thema Design an diesem […]

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09.11.2000

Zum Glück

Ist das Glück schön? Wie laut ist das Glück? Macht das Glück Angst? Welche Farbe hat das Glück? Mit der Beantwortung dieser Fragen beschäftigten sich im Jahr 2000 im Kinderkulturprojekt „zum Glück“ über 400 Kinder zwischen 3 und 16 Jahren aus ca. 20 Kinder- und Jugendeinrichtungen Bremen und Bremerhaven. Im diesem stadtweiten Kinderkulturprojekt arbeiteten Künstler mit Kindern und Pädagogen im Zeitraum von Mai bis September zusammen. Die Teilnehmer haben sich mit den glücklichen Momenten ihres Lebens beschäftigt, in kleinen Glückstagebüchern haben sie beschrieben, wie für sie das Glück aussieht, was Glück für sie bedeutet und ihre ganz persönlichen ‚Glücksmomente‘ in Wort, Schrift oder Bild gesammelt. Begleitend wurden kreative Schreibwerkstätten mit der Autorin Denny Hirschbach angeboten. Dazu gab es Lesungen mit den Bremer Autoren Sabine Heddinga, Will Gmehling, Hortense Ullrich, Heinrich Hannover, Heike Ellermann aus Oldenburg und Veranstaltungen mit den Illustratoren […]

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09.11.1999

Freiräume – Kinder ziehen ein

Ein Wald im Wohnzimmer? Ein Bett aus Draht? Ein Raum als Irrgarten? Was steht in der Wohnung von Frau Fröhlich? – Wie würden Kinder eine Wohnung gestalten, die ihnen ganz allein zur Verfügung steht? In diesem Kinderkulturprojekt bekamen Kinder aus Bremen und Bremerhaven die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse, Wünsche, Träume und Ängste im Raum und als Raum zu inszenieren. Die leer stehenden Wohnungen in den Randgebieten der Stadt wurden dafür von der ‚Gewoba Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen‘ zur Verfügung gestellt. Für einige der Kinder war es eine Reise in einen fremden Stadtteil: der unbekannte Nachbar, neue Ausblicke, offene Türen, weiße Wände… Die Kinder hielten Einzug in ‚ihre‘ Wohnungen auf Zeit und gestalteten sie nach ihren Vorstellungen. Der Traum der ‚Villa Kunterbunt‘ wurde wahr: die ersten bunten Fische, Kraken, Meerespflanzen verwandeln die Wohnung in eine Unterwasserwelt. Haribos zum Abessen an der Küchenwand […]

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06.11.1998

Bilder von Bildern − keine Fälscherwerkstatt

Man kann ein Kunstwerk angucken und sich daran freuen. Man kann ein Bild, eine Skulptur, eine Installation aber auch ganz sachlich analysieren. Schließlich kann man aber auch ‚Bilder von Bildern‘ machen und dabei versuchen, die Arbeit eines Künstlers praktisch nachzuvollziehen. Dabei ist der schönste Weg, von jemandem an die Kunst herangeführt zu werden, dem die Kunst wichtig ist, mit ihm Kunst sehen und verstehen lernen. Circa 350 Kinder aus Bremen und Bremerhaven wurden von Künstlern an die Hand genommen und besuchten Museen, Kunsthallen und andere Orte der Kunst. Ihre Eindrücke von verschiedensten Kunstwerken wurden in ‚Stadtteilateliers‘ und Werkstätten umgesetzt in eigene, kindliche Kunstwerke: Selbstbildnisse nach Max Beckmann, Pistolenobjekte aus Gips nach Olaf Metzels ‚Idealmodell‘, eine Tanzperformance nach der Installation ‚Salon de Lumière‘ von Otto Piene, Objektkästen, Bilder, Zeichnungen, Skulpturen und viele andere Werke. Abschlußausstellung: ‚Städtischen Galerie Buntentor‘, 8. bis 15. […]

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08.09.1996

Stein auf Stein

Bauhütte der Kinder am Bremer Dom „Man errichtete Bauhütten, die den Handwerkern als Aufenthaltsort zum Essen wie zur Arbeit bei schlechtem Wetter dienten. …Alle Handwerker waren Meister ihres Gewerbes: der Steinbrecher, der Steinmetz und der Bildhauer, der Mörtelmischer und der Maurer, der Zimmermann und der Schmied, der Dachdecker und der Glasbläser. Jeder Handwerksmeister hatte eine eigene Bauhütte und beschäftigte viele Lehrlinge und Gesellen, die das Gewerbe bei ihm in der Hoffnung erlernten, eines Tages selbst Meister zu werden….“ (aus: ‚Sie bauten eine Kathedrale‘, David Mcaulay) In Anlehnung an die ‚Dombaustadt‘ früherer Zeiten entstand ein Handwerkerdorf für Kinder. In verschiedenenen Werkstätten, von KünstlerInnen und HandwerkerInnen angeleitet, konnten alle Kinder ein Handwerk erlernen und an der großen ‚Kathedrale der Kinder‘ mitbauen! Da gab es eine Schmiede, Tischlerei, Steinmetzerei…; eine Glaswerkstatt, in der Fenster hergestellt wurden; Friese, Reliefs und Wandmalereien für die Verzierung; […]

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17.08.1995

1995 | Sturm im Wasserglas

Sturm im Wasserglas, ein nasses Vergnügen für Kinder Als ein Schiff weseraufwärts Kinder an verschiedenen Anlegestellen an Bord nahm und zu den Weserterrassen schipperte, begann für viele Kinder ein wahrhaft nasses Sommervergnügen. Verkleidet als Piraten und allerlei Wasserwesen, experimentierten, erforschten und entdeckten sie die Wasserwelt. Hier konnten die Kinder lustvoll Flussläufe und Landschaften formen, Stauseen bauen, Flöße schwimmen lassen und nach Lust und Laune planschen und spritzen. In der „Regentropfenwerkstatt“ malten sie mit Wasserfarben und lauschten dem Klang der Tropfen. Kinder zauberten Regenbögen mit der ‚Regenbogenmaschine‘ und verfolgten den Verlauf eines Baches von der Wasserhahnquelle bis zum großen Strom Weser, in den zum Abschluss des Projektes eine große Flaschenpost auf Reise geschickt wurde. Das Wasserprojekt stand nicht in erster Linie unter ökonomisch-ökologischen Aspekten, sondern beschäftigte sich mit Wasser als ein Element im natürlichen Lebensumfeld der Kinder, animierte sie zu einem […]

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17.11.1994

1993/94 | Kindermuseum

Kindermuseum ein Museum von Kindern für Kinder Während im Kindermuseum 1993 ‚Versammelte Wunder‘ kindliche Schätze aus der Hosentasche, Sammlungen, sowie Museums- Abteilungen zum Gruseln, Graben und Liebhaben zu bewundern waren, wurden im Kindermuseum 1994 ‚Düsentriebs & Co.‘ nochmal ganz andere Abteilungen eröffnet: der Plattmacher, eine Knallkiste, die Dreh-Schnapp-Schlauch-Maschine, die Luftreise (mit der nachgewiesen wird, dass die Luft ankommt), eine Hypnosemaschine und viele andere unglaubliche, verwegene Erfindungen wurden vorgestellt. In beiden Jahren verwandelte sich für einige Tage das Kulturzentrum Schlachthof in ein ‚Kindermuseum auf Zeit‘. Hier konnten die Kinder anfassen, bewegen, schmecken, riechen, auch essen war erlaubt! In ‚ihrem‘ Kindermuseum konnten die Kinder ihre Bedürfnisse beispielhaft realisieren und als Museumsmacher und -besucher aktiv werden. Zuvor wurde wochenlang in vielen Institutionen aus Bremen und dem Umland geforscht, gesammelt, gebaut, experimentiert und erfunden. Die phantasievollen Ergebnisse von ca. 300 Kindern wurden im Kindermuseum […]

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