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Ein Blick in die Vergangenheit...


17.11.1994

1993/94 | Kindermuseum

Kindermuseum ein Museum von Kindern für Kinder Während im Kindermuseum 1993 ‚Versammelte Wunder‘ kindliche Schätze aus der Hosentasche, Sammlungen, sowie Museums- Abteilungen zum Gruseln, Graben und Liebhaben zu bewundern waren, wurden im Kindermuseum 1994 ‚Düsentriebs & Co.‘ nochmal ganz andere Abteilungen eröffnet: der Plattmacher, eine Knallkiste, die Dreh-Schnapp-Schlauch-Maschine, die Luftreise (mit der nachgewiesen wird, dass die Luft ankommt), eine Hypnosemaschine und viele andere unglaubliche, verwegene Erfindungen wurden vorgestellt. In beiden Jahren verwandelte sich für einige Tage das Kulturzentrum Schlachthof in ein ‚Kindermuseum auf Zeit‘. Hier konnten die Kinder anfassen, bewegen, schmecken, riechen, auch essen war erlaubt! In ‚ihrem‘ Kindermuseum konnten die Kinder ihre Bedürfnisse beispielhaft realisieren und als Museumsmacher und -besucher aktiv werden. Zuvor wurde wochenlang in vielen Institutionen aus Bremen und dem Umland geforscht, gesammelt, gebaut, experimentiert und erfunden. Die phantasievollen Ergebnisse von ca. 300 Kindern wurden im Kindermuseum […]

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08.08.1994

1994 | Himmelsgalerie

Die Kattentürmer Hochhausgiganten zeigten sich im Juni 1994 endlich von ihrer kunststiftenden Seite: Sie trugen Seilkonstruktionen, an der die riesigen Gemälde und Kreationen großer und kleiner Kattentürmer Künstler am Himmel schwebten. Auf bis zu 100qm großen Spinnakerflächen wehten farbige Erdkugeln, exotische lange Hühner und kriechende Gespenster in 40m Höhe. Auf einem der Textilbilder sieht man sogar die Schöpfer selber: Die Kinder vom Hort Stichnathstraße haben eine große Erdkugel gemalt und sich dann alle im Kreis drumherum gelegt. Sie übertrugen sie ihre Umrisse mit bunter Farbe auf die Leinwand und schweben als Abbilder am Himmel und beweisen so, dass Neubaustadtteile nicht nur Platz zum Wohnen und Schlafen bieten sondern auch (Luft-)Raum zum Träumen. Die Idee wurde von Künstlern aus anderen Hochhaussiedlungen Deutschlands aufgenommen und in eigenen Ausführungen an den Himmel gehängt. So in Köln-Chorweiler, wo der Künstlertreff Köln-Nord und die Gesellschaft […]

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08.08.1994

1994 | Eine Nacht auf der Titanic

„Guten Abend, meine Damen und Herren, willkommen an Bord der Titanic! Ich hoffe, Sie haben sich in der Zwischenzeit mit den maritimen Gepflogenheiten vertraut gemacht und fühlen sich wohl auf unserem Schiff. Nun, da uns nur noch das atlantische Wasser umgibt, ist es Zeit, Sie mit exklusiver Unterhaltung zu verwöhnen. Namhafte Künstler und Künstlerinnen präsentieren heute Abend ein erlesenes und abwechslungsreiches Repertoire… “ Wie sich die versammelte Spiellust eines Stadtteils in einer Theaterproduktion zusammenfinden kann, bewies 1994 eindrucksvoll „Die Nacht auf der Titanic“. Um die oft von einander isoliert arbeitenden Kulturgruppen des Stadtteils zusammenzubringen, wurde dieses Thema unter der Federführung von Quartier e.V. in Angriff genommen: Kaum ein Mensch, der nicht vom Mythos „Titanic“ beeindruckt, berührt oder gefesselt ist und dem nicht sogleich Parallelen zum modernen Zeitgeist einfallen. Die Inszenierung bot den Teilnehmenden auf beiden Seiten der „Rampe“ viel Raum […]

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09.02.1994

Die Reise nach Freiland

Schulprojekt Eine Reise ist nicht wie die andere. Es gibt Abenteuerreisen, langweilige Reisen, sogar traurige Reisen. Manche muß man zu Fuß zurücklegen, andere genießt man vom Fenster eines Zuges aus oder an Bord eines Schiffes. Wir haben mit den Kindern aus der Alfred-Faust-Schule „Die Reise nach Freiland“ unternommen. Als einziges Verkehrsmittel hatten wir die Phantasie, als einzigen Treibstoff die Neugier und den Spaß. Keine Zensur, kein kritisches Urteil lauerten um die Ecke, jede Furcht, sich zu blamieren war unbegründet. Wer in sich keine Neigung zum Dichten entdeckte, hatte die Gelegenheit, ein Bild zu malen, eine kleine pantomimische Etüde vorzuführen oder einfach zu erzählen, was ihm gerade einfiel. An Themen fehlte es nicht: Träume, erfüllte und geheime Wünsche, phantastische Geschichten, Erinnerungen, Witze, Märchen. Manchmal griffen die Kinder nach einem Bleistift, ein andermal nach dem Mikrofon, um sich schneller ausrücken zu können. […]

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