Aktuelle Projekte





2012 | Falsch verliebt - Aufführung am 12. Januar im Schauspielhaus Theater Bremen


Premiere:
2011 | Falsch verliebt – Premiere am 10. Dezember im Kulturzentrum Schlachthof

Was hält zwei Liebende zusammen? Was lässt sie scheitern? Falsch verliebt? Vielleicht. Die uralten Geschichten: Romeo und Julia, die Prinzessin und der Schweinehirt. Zu fremd die beiden Welten, zu schwer die Verständigung? Was heißt das Hier und Heute? Alles multikulti, alles easy?
Jugendliche suchen ihren eigenen Weg. Ihre Sprache für die Liebe: der Tanz – universell, unmittelbar, unverstellt.
In der Koproduktion von QUARTIER und dem Theater Bremen hat die Choreographin Christine Witte in Anlehnung an die Operette „Das Land des Lächelns“ gemeinsam mit dem Komponisten Peter Friemer ein Tanzstück kreiert. In der Musik dazu treffen afrikanische Rhythmen auf elegische Klavierklänge, Hip Hop auf arabische Melodien. So treibt die Musik die Szenen voran.
30 Jugendliche bringen diesen bunten Mix verschiedener Musikrichtungen und Tanzstile auf die Bühne und erzählen so die Geschichte über die Möglichkeit und Unmöglichkeit der Liebe.

Flyer als pdf zum download, 143 kb



Hülle & Fülle II.- Eine Zeitreise der Modekunst


Nach dem großen Erfolg des Projektes „in Hülle & Fülle“ und der tollen Präsentation im November 2010 wird das Projekt auch in diesem Jahr weiter geführt. Wieder geht es um den weiblichen Körper und seine Rundungen. In verschiedenen Workshops beschäftigen sich füllige Frauen mit Mode, Design, Kunst und Körpersprache in kreativ-künstlerischer Weise.
Unter dem Thema „Zeitreise“ werden zu den Zeitabschnitten „Rokoko“, „70er Jahre“ und „Zukunft“ eigene Modekreationen und Accessoires unter Anleitung der Kostümbildnerin Ilka Hövermann entworfen, und gestaltet. Mit dem Choreographen Johannes Hehr wird die große Modenschau in Szene gesetzt und im November 2011 vor Publikum präsentiert.

Projektdauer: Juni bis November 2011
Workshops: einmal wöchentlich
dienstags 16.00 – 18.00 Uhr
plus Wochenendworkshops in Absprache
Die Teilnahme ist kostenfrei.


Gefördert durch: Europäische Union
Europäise Sozialfonds



Ich komm als Blümchen wieder

Das stadtweite Kinderkulturprojekt in Bremen und Bremerhaven schafft mit Kindern Kunst zu Leben und Tod
Wenn Kinder nach dem Tod fragen, reagieren Erwachsene oft hilflos. Doch Kinder fragen nach dem Tod. So, wie sie andere ‚große Fragen’ an die Erwachsenen stellen, an die Welt, an das Leben: Warum leben wir? Gibt es Engel? Wo endet das Weltall?
Das stadtweite Kinderkulturprojekt „Ich komm als Blümchen wieder“ widmet sich den vielen Fragen zum Thema Leben und Tod und behandelt ab Herbst in künstlerischen Werkstätten unter der Anleitung professioneller Künstler Gedenkrituale, Tod in Märchen, in der Kunst, in verschiedenen Kulturen und Zeiten. Pädagogen und professionelle Künstler werden gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen ihre individuelle Auseinandersetzung zum Thema 'Leben und Tod' erarbeiten und mit Symbolen, Geschichten, Ritualen künstlerische Gestaltungsformen finden.

Die Vorbereitungen sind in vollem Gange und das Projekt löst bei den Beteiligten und Förderern positiven Zuspruch bis Begeisterung aus.

Geplant ist, die Ergebnisse im März 2012 in einer Gesamtausstellung in der Bremer Innenstadt zu präsentieren, die begleitend zu den Aufführungen des Brahms Requiems des Goethe Theaters im Dom stattfindet



Liebesbotschaften für Kattenturm

SchülerInnen vom Förderzentrum Obervieland und KünstlerInnen von Quartier haben die „Kattentürme” neugestaltet und präsentieren ihre Liebesbotschaften

SchülerInnen schaffen Kunst: Die Siebtklässler des Förderzentrums Obervieland haben sich ausführlich mit dem Thema Liebe beschäftigt. Gemeinsam mit Künstlern von Quartier haben sie Gedichte, Verse und Songtexte bekannter Autoren wie Rilke, Goethe und Gandhi aber auch eigene Werke mit Stempeln auf Holzplatten gedruckt.

Mit ihrer Arbeit haben die SchülerInnen des Förderzentrums Obervieland den bekannten und beliebten „Kattentürmen“ ein neues Gesicht verliehen. Auf dem Betonsockel an der Straßenbahnhaltestelle Klinikum links der Weser wurden die drei Säulen jetzt montiert (3,50m, 3,00m und 2,50m hoch): An jeder Seite der drei Säulen sind die im Kunstprojekt erarbeiteten “Liebesbotschaften“ der Schüler zu sehen.

Beteiligte Künstler: Sylvia Dierks (Diplom-Künstlerin, Kunstpädagogin), Urban Negenborn (Diplom-Künstler, Bildhauer), Anna Sophia Hellmich (Kunstpädagogin u. Kunsttherapeutin)




Ausblick:

„Land des Lächels“ und „falsch verliebt“ - eine Koproduktion mit dem Theater Bremen
Ahmed liebt Jolanta. Fatima liebt Paul. Die Liebe zwischen zwei Kulturen ist ein Thema mit dem sich Jugendliche und junge Menschen unserer Zeit auseinander setzen müssen. Für Quartier und das Theater Bremen ergibt sich aus diesem Spannungsfeld der Ansatz für eine interessante Koproduktion:
Das Theater Bremen produziert im November in der Spielstätte am Goetheplatz die Operette „Land des Lächelns“ von Franz Lehár: Lisa, Tochter aus gutem Wiener Hause, verliebt sich in den chinesischen Prinzen Sou-Chong. Sie reist mit ihm in seine Heimat und wird seine Frau. Schon bald erweisen sich die kulturellen Gegensätze jedoch als unüberwindbar. Das junge Glück zerbricht. Dem Prinzen bleibt am Ende nur das traurige Fazit: „Immer nur lächeln …“ – auch wenn es im Herzen ganz anders aussieht. Parallel zur Inszenierung des Theater Bremen plant Quartier daher mit Jugendliche vom „move the town“ – Projekt aus Tenever und anderen Bremer Neubaustadtteilen eine Tanzproduktion zum Thema „falsch verliebt“. Dabei soll das Thema von den Jugendlichen entsprechend ihrer Lebenserfahrung und Alltagswirklichkeit selbst ausgefüllt werden. Aber: Der künstlerische Anspruch der Koproduktion ist hoch. Denn professionelle Künstler stehen für eine qualitativ ambitionierte Produktion und Präsentation ein. Die Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit dem Theater Bremen ist bereits verbindlich getroffen worden. Die weiteren Planungen schreiten zügig voran. Soald die Anträge auf Fördergelder bewilligt werden, kann es also losgehen. Für die Umsetzung des Projektes mit den Schülern konnten wir die Choreografin Christine Witte gewinnen. Sie wird mit etwa 40 TeilnehmerInnen u.a. von der Oberschule Koblenzerstraße in Tenever das Thema „falsch verliebt“ umsetzen.

Angedacht sind folgende Querschnitte:
Probenbesuche in beide Richtungen
Workshop mit dem Regisseur Lukas Langhoff
gemeinsame Aufführung von Szenen der Operetteninszenierung und der Tanzproduktion „falsch verliebt“ in einer Revue in einem temporären Opernhaus Tenever und im Theater Bremen



•"EinWanderHaus Bremen"

Ein Projekt von Quartier gGmbH
Ohne EinwanderInnen gäbe es Bremen nicht. Schon der sagenumwobene Anfang erzählt davon: Flüchtlinge, Fischer auf der Suche nach Freiheit haben sich hier niedergelassen und Bremen gegründet. S eit jeher kamen Fremde und wurden einheimisch: Land- und Religionsflüchtlinge, Kaufleute, Wasserbau-Spezialisten, Abenteuerlustige, Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie kamen über Land und auf dem Wasser und seit 150 Jahren mit der Eisenbahn. Bremen ist, als Hafenstadt mit einem großen Bahnhof, traditionell Schnittpunkt von Aus- und Einwanderungsströmen. Ein bedeutender Teil der Bremer und Bremerinnen ist im Laufe der Jahrhunderte zugewandert und fand hier ein Zuhause.



•"Nibelungen – nach uns!"

Theaterprojekt in Grohn
Die Nibelungensage: da denken wir an Wagners Oper oder Hebbels Theaterstück über einen europäischen Mythos – eingestaubt und belastet mit deutscher Vergangenheit.
Was hat das zu tun mit der Lebenswirklichkeit Jugendlicher im Zeitalter der Unterhaltungsmedien? Nibelungen und Jugendliche – geht das überhaupt??
Rund hundert 15- bis 18jährige aus Bremen Grohn setzen sich in der Kulturwerkstatt von Quartier mit diesem vermeintlich altertümlichen Stoff auseinander. überwinden ihre Vorbehalte und tauchen in eine Welt ein, von der sie feststellen, dass sie der unseren gar nicht so fremd ist! Da geht es um dramatische Liebe, um Eifersucht, Verrat und Rache, um List und Tücke, wenn Siegfried mit Hilfe seiner Tarnkappe das ein oder andere Mal auf Gunther trifft. Und nicht zuletzt um die Frage, ob Siegfried wirklich so glorreich und heldenhaft ist, wie sein Ruf verspricht. Gegenwärtige aktuelle Themen also.
Auf der Grundlage der Theater-Fassung von Moritz Rinke entwickeln die Jugendlichen unter professioneller Anleitung ein eigenes "Nibelungen – nach uns";! Zusätzlich zu der Theaterarbeit entwickeln sie in bildkünstlerischen Werkstätten themenbezogene Installationen, in verschiedenen Workshops erarbeiten sie das Konzept und die Umsetzung von Licht- und Tontechnik, und in der letzten Projektphase gestalten sie den öffentlichen Auftritt der Produktion mit Plakaten, Flyern und Pressetexten. Aufführung ist am 22. Juni 2009 um 19.30 Uhr in der Gerhard-Rohlfs-Schule.


•"Gier";

Ein Tanztheaterprojekt über…
 … Geile Klamotten, PS3, dicke Villa und krasse Autos. Oder lieber ein Jetset-Leben als hoch bezahltes Topmodel auf dem Catwalk … wie sieht er aus, der ultimative Lifestyle? Viele Freunde bei Facebook, die Sonnenbrille von Dolce&Gabanna … wo verläuft die Grenze zwischen real und ideal? Rund 40 Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Koblenzer Straße und Jugendliche aus der St. Petri Kinder- und Jugendhilfe nehmen ab Mai 2009 teil an der Tanztheaterproduktion "Gier"; und inszenieren ihre eigenen Vorstellungen von dem, was cool ist und was nicht. Was will ich unbedingt haben? Wovon kann ich nicht genug kriegen? Während ihrer Streifzüge durch die Stadt fotografieren sie Objekte ihrer Begierde. Coole Beats, geiler Sound: mit Labelprodukten wie Schuhen oder Taschen trommeln sie HipHop-, Techno- oder House-Rhythmen, aus Handyklingeltönen komponieren sie die Musik für "Gier";. In einer Modenschau werden Realität und Ideal einander gegenübergestellt. Und am Ende steht die Erkenntnis, dass das eigene Leben … auch cool ist!
"Gier"; wird initiiert von Quartier, der St. Petri Kinder- und Jugendhilfe und der Tänzerin und Choreographin Christine Witte. Unterstützt wird Christine Witte von ihren eigenen Schülerinnen und Schülern: dem Musicaldarsteller Farid Halim, der regelmäßig als Tänzer bei "The Dome"; und "Top of the Pops"; zu sehen ist und den Tänzerinnen und Tänzer ihrer Jugendtanzkompanie "Empower your Dreams";. Der Schlagzeuger Martin Kruzik ist verantwortlich für die Perkussion. Die Proben beginnen im Mai 2009, Premiere ist am 8. Juni um 10.30 Uhr im Schulzentrum Koblenzer Straße, am 15. August wird "Gier"; bei der Eröffnung der Tenever Zentrums erneut aufgeführt.