»Urbane Vielfalt sichtbar machen«


Minutenskulpturen /

Mein absurder Alltag – Skulptur für eine Minute

Mein absurder Alltag war ein Kunstprojekt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Bremer Stadtteil Kattenturm, in Anlehnung an die One-Minute-Sculptures des österreichischen Künstlers Erwin Wurm
Quartier ging es dabei um die Frage: „Was ist eine figurale Skulptur; was definiert sie und was konstituiert die Skulptur?“ Wir beschäftigen uns mit der Idee, den Menschen selbst zur Skulptur, zum Kunstwerk werden zu lassen.
Menschen mit Alltagsgegenständen sollten aus ihrem normalen gesellschaftlichen Kontext heraus genommen werden um sie in einen neuen, temporären und ungewohnten Zusammenhang zu stellen. Die Darstellungen können dadurch an eine absurde, seltsame Welt erinnern, in der die Protagonisten in stoischer Selbstverständlichkeit und ernsthafter Konzentration irritierende Handlungen vollführen.
Ein Dialog mit dem Alltag, der mit Humor in einen neuen Kontext gestellt wurde. Die Minutenskulpturen zum Thema „Mein absurder Alltag“ brechen mit dem „Normalen“, dem Konventionellen. Die bildhauerische Idee diente dazu, den einfachsten, selbstverständlichsten Gepflogenheiten und Handlungen im Alltag den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Wie handeln, denken, fühlen wir Menschen? Wie kann ich Alltagsgegenstände/Alltagssituationen neu oder einmal anders sehen?
Auf diese humoresk angedachte Reise haben wir uns gemeinsam mit den Menschen aus dem Stadtteil begeben.
Die Minutenskulpturen wurden im Rahmen einer Fotopräsentation in den Räumen des Ortsamtes Obervieland in Bremen Kattenturm gezeigt: Mehr als 200 Fotografien in verschiedenen Formaten. Die Ausstellung wurde nicht nur von den Bewohnern des Stadtteils besucht und viele nutzten die Gelegenheit, ihre eigene absurde Alltagsskulptur zu stellen und diese vor Ort mit einem Fotodrucker in ein Bild zu verwandeln.
Insgesamt haben ca. 150 Personen aus Obervieland an diesem Projekt mitgewirkt und zum Gelingen einer eindrucksvollen Ausstellung beigetragen. Projektzeitraum: 16.04.-30.04.2008
Präsentation: 21.05.-23.05 2008
Beteiligte Künstler: Björn Goß, Kerstin Holst, Petra Reiser, Helena Steiner, Carla Wellenreuther, Oliver Wulf


Dieser Artikel wurde von reiner_w veröffentlicht.
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