»Stadtteile in Besitz nehmen«


Gangster als Lebenstraum? /

Das Klischée hält sich hartnäckig, Jugendliche aus Tenever sind sowieso alle Gangster. Warum dann nicht gleich auch Gangster werden? Alles was man können muss ist eine Knarre zu halten und „Hände hoch“ zu schreien! Aber Gangster werden, lohnt sich das überhaupt?
Mit dieser Frage ist Quartier an die Jugendlichen aus Tenever herangetreten. In halbjährigen Werkstätten untersuchten ca. 70 Schüler gemeinsam mit professionellen Künstlern, ob man als Gangster wirklich gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat.

Inspiriert von den Texten „Helges Leben“ und „Novemberschnee“ entstand ein Theaterstück, in dem Frau Tod und Herr Leben darum wetten, ob die Menschen wirklich schlecht sind, oder nicht. Parallel dazu haben in der Kunstwerkstatt die Schüler Figuren hergestellt, mit denen eine Foto-Gangsterstory inzeniert wurde.

An zwei Wochenenden arbeiteten die Jugendlichen außerdem mit Fachkräften in verschiedenen Handwerkswerkstätten. Hier stellten sie Werbeträger, Bühnenbild, Kostüme, Elektrik, Licht- und Toneinrichtung selber her und lernten verschiedene Berufsfelder in der Praxis kennen.
Projektzeitraum: März 2008 bis Juli 2008

Beteiligte KünstlerInnen: Ingrid Haderer, Geertje Weiske, Laura Kintsch, Annette Oschika, Ingeborg von Hantelmann, Judith Mayer
Leiter Wochenendewerkstätten: Christina Vogelsang, Nicole Rzepka, Frauke Richter, Christoph Hahn, Heiko Windrath
Projektleitung: Anke Thiessen

In Kooperation mit lunatics produktion Berlin
Gefördert von LOS (Lokales Kapital für soziale Zwecke), dem Europäischen Sozialfonds (ESF), dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), dem Senator für Kultur, WIN – Wohnen in Nachbarschaften, dem Ortsamt Osterholz


Dieser Artikel wurde von reiner_w veröffentlicht.
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