»QUARTIER schafft neue Zugänge zu Kunst und Kultur«


Stadtteilstories /

12 km Luftlinie – die Neustadt und Tenever

Ist die Bremer Neustadt ein langweiliger, verschlafener Mittelstands-Stadtteil? Und ist Tenever wirklich ein Ghetto, die Jugendlichen aus Tenever Ghettokids, die keine Worte finden – und ihre Probleme mit Gewalt lösen?

Zwei sehr unterschiedliche Stadtteile, zwei sehr unterschiedliche Lebenswirklichkeiten. Zwei Stadtteile, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben.
Über 100 Jugendliche haben sich in ihren Stadtteilen umgetan und sich mit den Themen „Ich und mein Stadtteil“ und „Vorurteile“ beschäftigt. Drei Monate lang arbeiteten sie gemeinsam mit Künstlern in verschiedenen Werkstätten: Alltagsszenen wurden in Graffiti umgesetzt, Klangcollagen fingen den Sound und die Stimmen der Straße ein, Videoaufnahmen erstellten einen digitalen Stadtteilführer, Menschen aus den Stadtteilen wurden fotografiert und mit fiktiven Biographien versehen, eine selbstgeschriebene Theaterperformance über Migrantenkinder und Kulturunterschiede wurde geprobt.

In einer großen Show wurden die Ergebnisse in beiden Stadtteilen präsentiert. Und am Ende blieb der Eindruck hängen: Tenever ist kult – aber die Neustadt auch.
Projektzeitraum: März 2007 bis Juli 2007

Beteiligte KünstlerInnen: Andreas Bienst, Kimi Klemm, Jochen Bieber, Tiina Takkula, Siko, Annika Schmeding, Nomena Struß, Christina Vogelsang
Projektleitung: Anke Thiessen

Das Projekt wurde gefördert vom Ortsamt Osterholz, dem Ortsamt Neustadt/Woltmershausen, WIN – wohnen in Nachbarschaften und der Gewoba

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Dieser Artikel wurde von reiner_w veröffentlicht.
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