»Urbane Vielfalt sichtbar machen«


2006 | Figurbetont /

Ein Skulpturenprojekt von „QUARTIER“ für Kinder und Jugendliche des Obervielander Ortsteils Kattenturm
Der Cato-Bontjes-van-Beek-Platz verwandelte sich zu einer Werkstatt unter freiem Himmel. Bauwagen wurden gefüllt mit künstlerischen Arbeitsmaterialien und Werkzeugen. Segel schützten vor Sonne und Regen.
Mit verschiedensten Materialien sollte plastisch gearbeitet und experimentiert werden: In den angebotenen Werkstätten kamen Holz, Speckstein, Draht, Ton, Wachs und Fundstücke zum Einsatz. Drei Wochen lang wurde gehämmert und gebohrt, gefeilt, gebogen und modelliert – die Kinder wurden dabei von Bremer Künstlern angeleitet und unterstützt.
Es gab sowohl freie Werkstattangebote, die nachmittags spontan von Kindern und Jugendlichen auf dem Platz wahrgenommen werden konnten, als auch feste Gruppenangebote, die an mehreren Terminen fortlaufend an einem Thema arbeiteten, wie Schulklassen und Kindertagesstätten, Spielhäuser, Bürgerzentrum sowie der Kinder- und Jugendfarm.

Zentrales Thema dieser Aktion war Körper und Kommunikation: Die Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer beschäftigten sich mit Proportionen, Körperhaltungen, Bewegung und Ausdruck von individuellen Stimmungen über den eigenen Körper. Wie empfinde ich mich selbst in meiner Körperform, und wie sehen andere mich von außen? Wie nehme ich die Menschen in meinem Umfeld wahr, und welche Möglichkeiten gibt es, über meinen Körper, meine Mimik und Gestik Kontakt zu ihnen aufzunehmen? Welchen Ausdruck möchte ich als Gestalterin bzw. Gestalter meiner Figur geben?
Je nach Alter fand eine spielerische Auseinandersetzung mit Fragen dieser Art statt, woran sich dann der künstlerische Gestaltungsprozess anschloss.

Projektzeitraum: 12. bis 30. Juni 2006

Beteiligte KünstlerInnen: Martina Benz, Andreas Bernhard, Sabine Gedenk, Benjamin Lauterbach, Stefanie Supplieth, Kai Thies, Kerstin Holst, Hannah Regenberg, Helge Siehl, Carla Wellenreuther, Daniela Witt

Beteiligte Techniker: Detlef Schmidt-Wiedekamm, Heiner Wehmann

Projektleitung: Kerstin Holst

 
 
 


Dieser Artikel wurde von reiner_w veröffentlicht.
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