»Stadtteile in Besitz nehmen«


2005 | Made in Tenever /

– Recycling Design. Ein bunter Sonntagnachmittag unter freiem Himmel

Quartier veranstaltete im September 2005 zusammen mit dem Bauträger „Osterholz Tenever Grundstücksgesellschaft“ eine Messe mit Aktionen zum Thema Recyclingdesign. Ausstellungsorte waren einerseits kurz vor dem Abriss stehende Wohnungen in der Wormser Straße, als auch schon renovierte in der Pirmasenser Straße. Diese spannungsreiche Situation und Architektur bot einen interessanten Hintergrund für die gezeigten Objekte, die Besucher aus ganz Deutschland anzogen. Mittelpunkt von „Made in Tenever“ bildete eine Ausstellung von 16 Designerinnen aus Deutschland und der Schweiz. Präsentiert wurden außerdem Ergebnissen aus den Upsign -Werkstätten, in denen Bewohner aus Tenever Taschen, Lampen, Schmuck und vieles mehr herstellten…
Der Secondhandladen des Mütterzentrums MüZe zeigte neue Modelle aus alten Kleidern. Jugendliche aus dem Jugendfreizeitheim Tenever entwarfen Recyclingschmuck. Im St. Petri Horthaus wurde aus alltäglichen Gegenständen neue Gebrauchsgegenstände entwickelt. Der Künstler Benjamin Lauterbach komponierte Möbel der Recyclingbörse Tenever zu einem skurrilen Objekt um.
Alle diese Arbeiten stehen beispielhaft für ein sinnvolles Materialrecycling und zeigen, wie man in Zeiten der Wegwerfkultur Schönes, Anregendes und Wertvolles aus scheinbar Nutzlosem entstehen lassen kann. Präsentiert wurden diese Objekte am 3. und 4. September 2005. An diesen Tagen bekamen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich selbst in Recyclingdesign zu probieren. In Zusammenarbeit mit der Umwelt-Lernwerkstatt Ule wurde Recyclingpapier geschöpft. Unter künstlerischer Anleitung im Außenbereich bekam Metall seinen (vielleicht) letzten Schliff. Made in Tenever: Die Ausstellung wurde durch den Senator für Kultur, der OTG, der Bremer Investitionsgesellschaft und der GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, unterstützt.
Idee und Realisation: Marcel Pouplier in Kooperation mit dem Stadtteilprojekt Kattenturm, KTH Stichnathstraße und vielen engagierten Menschen aus dem Stadtteil


Dieser Artikel wurde von reiner_w veröffentlicht.
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