»QUARTIER schafft neue Zugänge zu Kunst und Kultur«


2002 | Wir sind die Schule /

Kulturwerkstatt in der Schule an der Pestalozzistraße, Bremen
Fan von der eigenen Schule sein. Geht das?
Die Stimmung ist super. Die Aula ist gefüllt mit Zuschauern, die alle die neuen Schulsongs hören wollen. „Wir brauchen gewaltfreie Zonen, dann kann sich auch Schule wieder lohnen“, rappen die Schüler der 7. Hauptschulklasse ins Mikrofon.

Ein Fan ist ein „überschwänglich begeisterter Anhänger“, er hat eine innere Verbindung zur Sache hergestellt und schöpft daraus ein positives Gefühl für sich und die Gruppe. Im FAN-Projekt „Wir sind die Schule“ wird probeweise die Identifikation mit der Schulgemeinschaft in künstlerischer Aneignung vollzogen. Dabei probieren die SchülerInnen einen anderen Blick auf ihre Schule. Das Projekt bietet Ihnen Raum und Material für positive Selbstinszenierungen. Alltagsinteressen werden aufgegriffen und ihre kulturelle Identität in die Schule getragen.

Junge Musiker, Künstler und Designer helfen den SchülerInnen die Ideen möglichst professionell zu realisieren. Die an der Sache orientierte Anleitung ermöglicht eine intensive angstfreie Arbeitsatmosphäre, die den SchülerInnen ungewohnte Fähigkeiten entlockt. Das ist Gewaltprävention durch Kultur.

Da übt ein sonst wenig motivierter Schüler den ganzen Nachmittag seinen Liedtext, eine Schweigsame macht eine Interview und so manche Pause wird durchgearbeitet. Wichtiger Bestandteil des Projekts ist die öffentliche Präsentation. Man kann stolz zeigen, was man geschafft hat.

Projektzeitraum: 1 Vorbereitungstag, je 1Projektwoche pro Jahrgangsstufe + Präsentationstag

Beteiligte KünstlerInnen: Dorothea Buchmann-Clasen, Dorothea Sander, Antonio Velasco Muñoz, Thomas Loy, Ronny Liebhaber

Projektleitung: Elke Prieß, Holger Hering

 

  

 


Dieser Artikel wurde von reiner_w veröffentlicht.
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