»Stadtteile in Besitz nehmen«


2001/02 | Linie 25 /

Linie 25, Ein gemeinsames Projekt mit der Hochschule für Künste, Bremen

Ein Hotelschild am Balkon, Kartoffeln, die von der Zimmerdecke wachsen, Möbel gestapelt, 500 Fotos im Wohnzimmer, Nähmaschinenbilder von Spielplätzen, ein Café als Kunstwerk, Glitzersterne am Geländer. Ungewohnte künstlerische Irritationen entstanden in einem normalen Hochhaus im Stadtteil Tenever am Stadtrand von Bremen.
QUARTIER e.V. hatte StudentInnen der Hochschule für Künste aus Bremen dort hin geholt. Sart des Projektes war die Umzugsation im November 2001: Topfblume, Tisch, Sessel und andere Möbelstücke zogen mit der Buslinie 25 nach Tenever.
Ein Semester lang wurden 14 leer stehende Wohnungen zu Ateliers auf Zeit. Aus der Begegnung mit dem Stadtteil und seinen Bewohnern wurden künstlerische Werkstätten, Aktionen, Bilder, Objekte und Installationen entwickelt.
Zur Abschlusspräsentation kamen viele Besucher und Bewohner des Stadtteils in das Hochhaus Neuwieder Strasse 24, erkundeten die Kunst in über 20 Stockwerken und genossen den weiten Blick von den Balkonen.
„Linie 25“ war Teil der von Quartier initiierten „Kunstwerkstatt Hochhaus“, Ausgangspunkt waren die anstehenden städtebaulichen Veränderungen in Osterholz Tenever. Durch die künstlerische Aktionen wurde die Diskussion über das Leben und die Entwicklung des Stadtteils angeregt, weitere Beiträge waren eine Architekturausstellung mit neuen Entwürfen für den Stadtteil und ein Film über das Aufwachsen in Tenever.

Projektzeitraum: November 2001 bis April 2002
Beteiligte KünstlerInnen: Julia Bischoff, Hüsnu Cal, Stephan Goebel, Yun-Hee Huh, Anneli Käsmayr, Hyun-Duck Kang, Sebahat Korkmaz, Arne Lage, Hee-Sang Lee, Jana Lorenz, Satoshi Ogawa, Sabine Schirra, Ole Schmidt, Olaf Simon, Sandy Volz, Daniela Weber
Projektleitung: Hochschule für Künste-Bremen, Wolfram Schmidt, Rolf Thiele; Quartier e.V , Elke Prieß, Andrea Siamis

Das Projekt wurde u. a. von der Gewoba, der Stadtteilgruppe Tenever, Eigentümern, dem Senator für Inneres, Kultur und Sport, der Hochschule für Künste und deren Freundeskreis und weiteren Sponsoren gefördert.

 

 


Dieser Artikel wurde von reiner_w veröffentlicht.
Kategorie(n): Tenever Zu den Lesezeichen hinzufügen.